Glossar

ADX (Average Directional Index)

Wilders Indikator für Trendstärke von 0 bis 100, meist über 14 Perioden. Er misst, wie stark ein Trend ist, nicht seine Richtung.

Aktualisiert:

Der ADX (Average Directional Index), 1978 von J. Welles Wilder eingeführt, wird aus den Richtungsindikatoren +DI und −DI gebildet. Jeder vergleicht die geglättete Aufwärts- oder Abwärtsbewegung mit der geglätteten True Range über 14 Perioden. DX = 100 × |+DI − −DI| ÷ (+DI + −DI), und der ADX ist der über 14 Perioden geglättete DX.

Beispiel

Im Tageschart von Gold liegt +DI bei 30 und −DI bei 10. DX = 100 × (30 − 10) ÷ (30 + 10) = 50. Bleibt der DX mehrere Wochen um 50, steigt der ADX in Richtung 50. Mit vertauschten Werten, also im Abwärtstrend, wäre das Ergebnis dasselbe.

Warum das wichtig ist

Der ADX dient als Filter für Trendfolgeregeln; nach gängiger Konvention gelten Werte über 20–25 als Trendmarkt. Er hinkt hinterher, weil er ein Durchschnitt aus Durchschnitten ist. In unserem Labor hat ein ADX-Filter keine der Indikatorregeln auf Gold nach Kosten profitabel gemacht.

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